Der Kardel-Hannes

In der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde wurde ursprünglich der Kardeanbau betrieben und brachte den Bauern einigen Wohlstand. Die Karden benötigte man zum Aufrauen von Stoffen (Leinen). Waren die Karden reif, zeigten die Bauern den Verkauf ihrer Karden durch das Aufhängen von blau-weißen Fahnen an: „Kardemarkt" war angesagt

Der Kardelhannes erinnert an diese bäuerliche Vergangenheit der Gemeinde. Sein in den "Marktfarben" blau und weiß, sowie den Gemeindefarben grün und gold gehaltenes Häs verbindet ihn eng mit Baienfurt. Aus der Holzmaske ist ein verschmitzt dreinblickender Bauer mit einem freundlich lächelnden Ausdruck zu erkennen. Zylinder, weiße Halskrause und purpurrote Schleife symbolisieren den Wohlstand der Kardebauern. Neben dem Fuchsschwanz, dem Zeichen der Schlauheit, als Neckwerkzeug, hat auch der „Kardelhannes" Süßigkeiten für Kinder dabei

Der Kardelhannes, oft auch nur „Hannes“ genannt, wurde 1996 von Jürgen Hohl geschaffen. Übrigens: Streng genommen müsste der „Kardelhannes" Kardehannes heißen. Das „L" im Namen hat nach der Rechtschreibung dort nichts verloren. Unsere Aussprache und unser Gehör nehmen dieses „L" jedoch so freundschaftlich auf, dass wir den grammatikalischen Fehltritt in Kauf nehmen und auch zukünftig mit ihm leben werden.